Informationen für Anwälte

Garantierte Vergütung und fachliche Unterstützung

Die Zusammenarbeit mit einem Prozessfinanzierer bringt sowohl finanziell als auch fachlich Sicherheit: Zur Durchsetzung der Interessen des Mandanten steht Ihnen ein spezialisierter Kollege zur Seite. Die Zusammenarbeit mit einem Prozessfinanzierer sichert außerdem Ihre Vergütung nach dem RVG ab. Zahlungsausfälle, die entstehen, weil der Mandant seine Rechnungen nicht bezahlen kann, sind somit ausgeschlossen. Für Mandate, bei denen aus Angst vor dem Kostenrisiko der Rechtsweg gescheut wird, ergeben sich durch die Absicherung durch den Prozessfinanzierer neue Möglichkeiten. Zusätzliche Arbeit, die eventuell durch die Prozesskostenfinanzierung entsteht, wird auf Grundlage einer Vereinbarung mit dem Mandanten vergütet.

Der beauftragte Anwalt bleibt Prozessführer

Auch wenn Sie sich im Rahmen des Prozesses regelmäßig mit dem Prozessfinanzierer austauschen, bleiben Sie als beauftragter Anwalt Prozessführer. Sie stimmen alle kostenrelevanten Entscheidungen mit den Mitarbeitern des Prozessfinanzierungsunternehmens ab. Abgesehen von der Entbindung von der Schweigepflicht bleibt somit das Verhältnis zu Ihrem Mandanten unverändert. Da die Mitarbeiter des Prozessfinanzierungsunternehmens Experten in dem jeweiligen Rechtsbereich sind, stehen Sie Ihnen als fundierte fachliche Unterstützung zur Seite.

Gute Kommunikation von Anfang an

Im ersten Schritt stellt der Anwalt einen sogenannten Vorprüfungsantrag. Hier wird gründlich untersucht, ob der Fall die Voraussetzungen für eine Prozesskostenfinanzierung erfüllt. Der Antrag enthält folgende Informationen: Sachverhalt, Einwendungen der Gegenseite, Beweismittel und eine rechtliche Bewertung. Hier gilt: je detaillierter, desto besser.

Ergibt die Vorprüfung, dass alle Voraussetzungen für die Prozessfinanzierung erfüllt sind, schließen der Mandant und das Finanzierungsunternehmen einen Prozessfinanzierungsvertrag ab. Ab diesem Zeitpunkt übernimmt der Prozessfinanzierer alle Kosten.

Welche Kosten entstehen beim Mandanten im Erfolgsfall?

Die Beteiligungsquote, also der Anteil, der dem Prozessfinanzierer zusteht, wenn der Fall gewonnen wird, beträgt ca. 20 bis 30 Prozent. Unter bestimmten Bedingungen kann sich diese Quote ändern: Wenn der Mandant den Prozess zum Beispiel mit einer Selbstbeteiligung mitfinanziert, sinkt die Beteiligungsquote. Besteht ein erhöhtes Risiko, dass der Fall verloren wird, steigt sie. Bei besonders hohen Streitwerten wird eine individuelle Beteiligungsquote ausgehandelt.