Informationen für Mandanten

Das solllten Sie als Mandant wissen

Die Prozesskostenfinanzierung kann nur in Anspruch genommen werden, wenn folgende Voraussetzungen gegeben sind:

– Der Streitwert liegt bei über 100.000 Euro.
– Der Prozessgegner verfügt über eine ausreichende Zahlungsfähigkeit.
– Es bestehen realistische Aussichten, das Verfahren zu gewinnen.

Diese drei Voraussetzungen werden zunächst vom Anwalt geprüft. Er ist der erste, der einschätzen kann, ob Ihr Fall für eine Prozesskostenfinanzierung in Frage kommt. Wenn er ihn für erfolgsversprechend hält, gilt es, einen Prozessfinanzierer als „starken Partner“ zu gewinnen. Den ersten Kontakt stellt entweder der Rechtsanwalt oder der Mandant selbst her. Um den Fall umfassend prüfen zu können, braucht das Finanzierungsunternehmen zunächst eine Darstellung des Sachverhalts und eine juristische Einschätzung; im Idealfall einen Klageentwurf, den Ihr Anwalt bereits ausgearbeitet hat. Auf Grundlage dieser Informationen geben die Prozesskostenfinanzierer eine schnelle und unbürokratische Ersteinschätzung, ob Aussicht besteht, den Fall zu gewinnen.

Vorteile für Mandanten

Fällt die Bilanz positiv aus, schließen Sie als Mandant mit dem Prozesskostenfinanzierer einen gemeinsamen Vertrag ab. Ist dieser unterschrieben, trägt das Finanzierungsunternehmen alle Kostenrisiken. Der Anwalt des Mandanten bleibt jedoch nach wie vor Prozessführer.

Das bezahlt der Prozesskostenfinanzierer:

– Vorschüsse für das Gericht
– Rechnungen des eigenen Rechtsanwalts
– Kosten für Sachverständige
– Aufwendungen für Zeugen
– Kosten für Gutachten
– Kosten für Zwangsvollstreckungen
– Kosten der Gegenseite bei einer Niederlage