Voraussetzungen für eine Prozessfinanzierung

Das sind die Bedingungen

Damit eine Prozesskostenfinanzierung in Anspruch genommen werden kann, müssen drei Voraussetzungen erfüllt werden:

– Der Streitwert liegt bei über 100.000 Euro.
– Der Prozessgegner verfügt über eine ausreichende Zahlungsfähigkeit.
– Es bestehen realistische Aussichten, das Verfahren zu gewinnen.

Grundsätzlich steht jedem – Privatpersonen und Unternehmen – eine Prozessfinanzierung offen. Auch die Art der Klage ist flexibel: kombinierte Feststellungs- und Leistungsklagen, Mediationen, Schiedsverfahren und vorgerichtliche Verhandlungen oder Prozesse mit Auslandsbezug – die meisten Prozessfinanzierer sichern diese Art von Fällen ab.

Chancen und Risiken werden genau analysiert

Selbst wenn die Klage schon eingereicht wurde, kann eine Prozessfinanzierung nachträglich beantragt werden. Entscheidend für die Finanzierung des Prozesses sind die genannten Voraussetzungen.

Im ersten Schritt prüft der Prozesskostenfinanzierer diese drei Voraussetzungen. Grundlage dafür sind die notwendigen Unterlagen, die der Anwalt beim potentiellen Finanzierer einreicht. Hier kommt es auf eine gute Vorbereitung an, denn der Anwalt muss Überzeugungsarbeit leisten. Mit Hilfe von erfahrenen Experten erstellt das Prozessfinanzierungs- unternehmen eine umfassende Analyse zu den Chancen und Risiken des Falles. Diese sogenannte Vorprüfung erfolgt kostenlos.